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Pfingsten fährt man in Bimbach!

Bimbach hatte zu Pfingsten wieder geladen - zum 29. Rhön-Radmarathon.

Eine Veranstaltung, die sich weit über die hessischen Grenzen in der Marathonszene zu einer festen Größe etabliert hat.

Woran das liegt? Dafür gibt es wohl mehrere Gründe ...

 

1. Die Strecke

Am Samstag startet die Veranstaltung mit einer RTF im klassischen Sinne.

Wer sich die Kante geben möchte, bucht die Tour 4E: 156km und rund 2200 Hm am Samstag und am Sonntag der Marathon mit über 4700 Hm auf gut 258km.

 

Der Ötzi hat mehr, mag mancher denken - allerdings hat er die Rechnung ohne die Rhöner Mittelgebirgslandschaft gemacht:

Es gibt zwar keine 20km langen Pässe, dafür kleine, giftige Rampen, die einem sukzessive die Energie aus den Beinen saugen.

Mit der Vorbelastung am Samstag ist der Marathon dann auch für erfahrene Marathonis eine Herausforderung für sich.

2. Die Organisation

Das einzige Manko: Man muss schnell sein bei der Buchung - sonst bleibt einem nur noch die Hoffnung, nachrücken zu können.

Die Ausgabe der Startnummern sowie der Nutrixxion Riegel zur Stärkung ist jedes Mal völlig unkompliziert - alle Beteiligten sind top organisiert und strukturiert.

 

Wer nun einen der begehrten Plätze für die Tour "extrem" ergattert hat, darf sich auf eine kulinarische Reise durch die Rhön freuen. 

Aber vor dem Essen kommt das Fahren:

Zunächst hat die freiwillige Feuerwehr auf den ersten Kilometern die Straßen abgesichert, sodass sich die Fahrer sicher auf die Strecke machen können - Hut ab für so viel Engagement!

 

Alle rund 40km findet sich von nun an eine Stempelstelle, respektive Verpflegungsstation. Dort warten neben super freundlichen und engagierten Mitgliedern des RSC`77 Bimbach Unmengen an leckeren Kuchen, Obst, und herzhaften Snacks gefühlt die ganze Produktpalette von Rhön-Sprudel, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen und die Strapazen zu versüßen.

Begleitet wird die Veranstaltung von Servicefahrzeugen, die neben kleinen Reparaturen diesmal sogar Kompletträder von Specialized an Bord hatten, um im Schadensfall schnell (aus-)helfen zu können.

 

3. In der Rhön ist es schön!

Vor allem bei so einem Wetter wie an diesem Wochenende: Bei sommerlichen Temperaturen ging es durch Bayern, Hessen und Thüringen. Überall war es herrlich grün, alles blühte ... und neben der reizvollen Landschaft locken u.a. der Ebersberg und die Wasserkuppe mit herausfordernden Steigungen.

Beinahe schien es, als sei die Strecke komplett für uns abgeriegelt - selten findet man ein so verkehrsarmes Rad-Eldorado vor wie hier in der Rhön!

 

4. Fahren mit Freunden

Jedes Jahr aufs Neue - das ist das Motto bei solchen gelungenen Veranstaltungen:

Letztes Jahr hatte ich das erste Mal teilgenommen - dieses Jahr blickte ich in viele bekannte Gesichter.

Und es werden jedes Jahr mehr.

Denn wenn man einmal Blut geleckt hat, dann möchte man eine solche "Erfahrung" nicht mehr missen.

Unter den Radlern herrscht eine angenehme Atmosphäre - trotz der Quälereien. Es wird sehr rücksichtsvoll gefahren und zwischendurch entwickelt sich der ein oder andere Smalltalk - bis einen die letzte Rampe kurz nochmal nach Luft schnappen lässt.

 

5. Das Gefühl danach

Rund 10 Stunden im Sattel zehren auch an dem trainiertesten Körper - mit einer gewissen Erleichterung rollt man abschließend die letzten Kilometer zurück nach Bimbach. Hungrig und durstig dürfte keiner geblieben sein - aber ausgepowert. Je nach dem, wie man die letzten rund 260km eben gefahren ist.

Was bleibt, ist eine Mischung aus Stolz, Erleichterung, Zufriedenheit und vielen Eindrücken, gepaart mit schweren Beinen.

Aber eins ist klar: Nächstes Jahr ist Jubiläum. Da sind wir natürlich wieder mit von der Partie.

Denn "Pfingsten fährt man in Bimbach!" - Wir sehen uns ;)

 

Infos unter:

www.rhoen-radmarathon.de