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Den Brocken rocken

Wenn man in Hamburg wohnt, muss man sich die Höhenmeter oft mühsam zusammensuchen. Wie sollte ich da fit für die Mittel- und Hochgebirgsmarathons werden?

Marco aus Berlin, den ich aus Malorca kannte, hatte die zündende Idee: Ein Trainingswochenende im Harz.

Wir waren vorher zwar noch nie zusammen gefahren, da ich auf Mallorca ja meine Schulterluxation auskurieren musste, aber von dem, was Marco von Strava über mich wusste, schien es zu passen.

Strava - sonst ja nur als Trainingsapp bekannt, schafft es aber tatsächlich, Leute zusammenzubringen.

Ich folgte schon seit längerem Alex auf Strava. Auch irgendwie ein Verrückter, der seine Touren immer mit tollen Bildern schmückt und teilweise auch, gemessen an den Kilometern, irre Fahrten unternahm, so beispielsweise das Race across Germany, non support!

Alex wollte die Elbspitze in Angriff nehmen und war als Stralsunder auch noch auf der Suche nach dem optimalen Höhenmetertraining. Und so trafen wir uns über das verlängerte Maiwochenende im Harz.

Alleine die Anreise war abenteuerlich: 

Alex und ich kamen per Bahn, laut Google Maps war es per Rad ziemlich einfach, zur Unterkunft zu kommen. Allerdings hatte Google wohl mit Fullys kalkuliert: Es ging querfeldein, über Stock und Stein.

Nächste Hürde: Unsere Unterkunft war anscheinend doppelt vermietet, man fand aber eine in etwa gleichwertige Immobilie für uns.

Als Team harmonierten wir nicht nur in der Wohnung: Marco kannte sich gut aus und fuhr meist als Windschattenspender voran, teilweise fuhren die Jungs etwas mit Tempo vor.

Ich hatte stets Bedenken, dass sie sich meinetwegen einschränken müssten, aber so fertig, wie wir alle an Tag 3 waren, kamen wir wohl alle auf unsere Kosten! 

Das Wetter war super beständig, der Wurmberg und auch der Brocken gaben mir einen Vorgeschmack auf das, was mich 2017 noch so erwarten würde. 

Und es zeigte mir auch, dass ich trotz des Trainingsausfalls im März doch noch stark genug war, auch die 18%-Hürden zu nehmen.